Numbercake -Geburtstagstorte

So ihr Lieben, da bin ich wieder. Und wieder mal geht es kulinarisch zu.
Meine Freundin lud mich neulich zu Ihrem 40. Geburstag ein und insgeheim hoffte ich, dass ich ihr eine Torte kreieren darf. Für die Einschulung Ihrer Tochter habe ich letztes Jahr eine Schultütentorte gebacken. Jedenfalls kam eines Tages der ersehnte Anruf von ihr. Zunächst traute sie sich gar nicht zu fragen (sie weiß ja das ich viel um die Ohren habe und eine coole Torte richtig viel Arbeit macht), aber dann rückte sie mit der Sprache raus. :-) Und wenn es geht, sollte sie auch etwas größer sein, für die ganzen Italiener die da kommen und viel Hunger haben.... Ich habe mich natürlich total gefreut und gleich zugesagt.



Wie immer sollte es etwas Besonders werden, etwas was ich noch nicht gemacht habe. Also das ist mein Anspruch, nicht ihrer. Ich möchte ja an meinen Backkünsten wachsen und es macht mir besondere Freude etwas Neues auszuprobieren. Es musste auf jeden Fall ein eckiger Kuchen werden, damit jeder was davon essen kann. Aber einen eckigen Kuchen zu dekorieren, fand ich gar nicht so einfach. Nun ist Pinterest einer meiner liebsten "Ideenfindungsmaschinen" und dort wurde ich auf die überaus entzückend dekorierten Zahlentorten aufmerksam. So wurde meine Idee geboren, die Zahlen auf einen eckigen Boden zu drapieren. 


Ganz wichtig für mich ist es, keinen Fondant zu benutzen. Ich persönlich finde den super ekelig (zu süß) und oft wird er vom Kuchen gekratzt und weggeschmissen. Und ehrlich gesagt, finde ich es unschön Lebensmittel wegzuwerfen. Das tut mir in der Seele weh. Andere haben zu wenig und wir werfen es weg. Deshalb sag ich auch lieber, weniger auf den Teller tun und nachnehmen, als zu viel auftun und wegwerfen. Aber gut, das ist ein anderes Thema.


Eigentlich wollte ich Biskuit Böden machen, aber der erste ist nicht so richtig hochgegangen und da ich kein unnötiges Risiko eingehen wollte, entschied ich mich bei den anderen Böden für unser traditionelles Familienrezept. Ich war sehr froh über diese Entscheidung, der Boden wird immer was, ist wunderbar fluffig und lässt sich beliebig hochrechnen.

Gefüllt habe ich die Torte mit 700 Gramm (!!) Mascarponecreme, Himbeeren und zerbröseltem Baiser. Die Verzierungen habe ich aus ca. 500 Gramm Swiss Meringue Buttercreme gespritzt. Dekoriert habe ich mit Macarons, frischen Früchte, selbstgemachten Baisertupfen, Oblatenblüten und echten Blüten.




Ich habe insgesamt bestimmt 6 Stunden daran gearbeitet. Vorbereitung ist die halbe Miete! Die Buttercreme bereite ich meist schon im Voraus zu, die kann man einfrieren und wenn man sie benötigt, auftauen und neu aufschlagen (einen Tag vorm Verzieren aus dem Gefrierfach nehmen und am Dekotag aufschlagen) Die Füllung und die Tortenböden mache ich einen Tag vorher, allerdings sollte man die Tortenböden erst am Dekotag zuschneiden, da sie sonst leicht austrocknen. Wenn man gut vorbereitet, bleibt mehr Ruhe beim Dekorieren. Die Zusammenstellung am Dekotag braucht ca. 2-3 Stunden. Ganache zubereiten, Cremes aufschlagen, alles vorsichtig zusammensetzen, zwischendurch abwaschen, etc... das dauert manchmal länger als man denkt.

Das Ergebnis hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich habe sehr viele Komplimente bekommen, nicht nur für das Aussehen, auch für den Geschmack. :-) Ich war da schon sehr stolz auf mich.


Und falls ihr euch fragt, wie ich die Torte transportiert habe? ... Vorsichtig ;-)
Zum Glück wohnt meine Freundin in der Nähe (ca. 500 m), mein Freund ist gefahren und ich habe sie auf den Schoß genommen. Als Tortenunterlage benutze ich ein Fach vom Kühlschrank. Das hatte sich spontan ergeben. Ich musste ja die Torte ja kühlen und hatte keine passende Unterlage, die in den Kühlschrank passte. Also hatte ich sie auf der Glasplatte angerichtet und als sie fertig war, habe ich festgestellt, dass ich sie da nicht mehr heile runterbekomme...

Liebe Grüße und bis bald
Eure Michi

 PS: Das nächste Mal bestimmt mit dem Einschulungskuchen für meine kleine Tochter.

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Anleitung für die Zubereitung:

- 3 Tortenböden backen 
- aus einem Tortenboden die Zahlen schneiden (auf Papier vorzeichnen, auf den Tortenboden legen und dann erst den Boden zurechtschneiden)
- die anderen beiden Tortenböden genau gleich zurechtschneiden (das ist wichtig damit sie später genau übereinanderpassen)
- Tortenböden und Zahlen mit Schokoladenganache einstreichen (dann "suppt" die Füllung nicht durch)
- auf den unteren Tortenboden rundherum Buttercremetropfen spritzen (dient als Sperre für die Füllung)
- Mascarponecreme auf den unteren Tortenboden verteilen
- Himbeeren und zerbröselten Baiser auf die Mascarponecreme verteilen (können gefrorene sein) 
- den zweiten Tortenboden vorsichtig darauf setzen
- den oberen Tortenboden vorsichtig mit Buttercreme einstreichen
- die Zahlen vorzeichnen (z.B. mit einem Holzstab) und dann mit Buttercremetropfen nachspritzen und frische Heidelbeeren einsetzen
- die Zahlen auf die vorgespritzte Buttercreme setzen
- nach Belieben auch die Zahlen mit Buttercreme einstreichen
Dann gehts schon ans Verzieren. Ich habe Buttercremerosen und Tupfen in verschiedenen Farben gespritzt und mit Früchten, Macarons, echte Blüten, Oblatenblüten und selbstgemachte Baisertupfen dekoriert.
Fertig
Puh
Seufz
FREUDE

Kommentare

  1. Liebe Michi,
    Der Kuchen sieht wundervoll und sehr lecker aus!!!! klasse gemacht
    ja, da steckt viel Arbeit drin aber es hat sich gelohnt
    sehr schön, bin auch kein Freund vom Fondant so wie du schreibst
    wird oft vom Kuchen weggekratzt, hab auch schon mal gemacht weil es so süß war ..... Liebe Grüße
    Karina

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  2. ...zum Essen fast zu schade, was für ein leckerer Anblick, toll gemacht!
    Herzliche
    Grüße
    Gabi

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